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Jakob Kupfer

Werk
Er ist ein Lichtbildner im besten, althergebrachten Sinne: Jakob Kupfer verdichtet in seiner Serie »Lichtbilder« diffuse Farb- und Lichtreflexe zu kunstvollen Reflexionen. Kupfer bildet keine Dinge ab, er lässt das Licht selbst, das die Dinge auf uns werfen, neue Welten malen.
Kupfers Bilder bleiben wertlose Farbschlieren, solange sie niemand ins Auge fasst. Was ein Stück weit für jedes Kunstwerk gilt, gilt für diese Werke ohne jede Einschränkung: Erst im Akt des Betrachtens entsteht aus dem manifesten Farbbogen echte Kunst. Das macht Kupfers Lichtbilder weniger zu klassischen Fotos, denn zu Regiebüchern künstlerischer Interventionen. Ein Dauerticket zu immer neuen visuellen Happenings. An den ruhigen, weichen Farb- und Lichtspuren, die so sanft scheinen und doch von unbändiger Kraft beseelt sind, gerinnt die Vorstellungskraft, kristallisiert die Fantasie zu imaginierten Bildern.
Kupfers Lichtbilder verlangen ein aktives Sehen, das wir längst verlernt zu haben meinten, und ihre Betrachtung fordert gebieterisch jene Muße, die wir uns sonst nur noch selten leisten. Die Landschaften aus Licht dienen sich dabei der Freude an Fantasie und Sinnlichkeit einzig als Vehikel an. Sie fordern nichts, und öffnen doch das Tor zum Widerhall sehr existentieller Erfahrungen: Geborgenheit, Liebe, Wehmut, Sehnsucht, Wünsche und ja, auch Ängste leben in diesen Lichtbildern auf – wie überall, wo wir uns auf neues Terrain wagen.

Künstler
Mit dem Pseudonym »Jakob Kupfer« nimmt der Künstler – in konsequenter Fortführung seines Ansatzes – auch die eigene konkrete Person aus dem Focus des Betrachters. Was für die »Lichtbilder« gilt, gilt genauso für seine Person: Weder der konkrete Inhalt der Bilder, noch die reale Person des Künstlers sollen die Wahrnehmung des Betrachters beeinflussen.
»Wir müssen aber noch weiter gehen und selbst die Formen im Foto auflösen, verwischen, um unseren Blick endgültig zu befreien: Was wir nicht erkennen können, dürfen wir uns neu erdenken. Wo wir nicht mehr verstehen müssen, beginnt der Freiraum der Fantasie. « (Jakob Kupfer)

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